Demo: Familientour – Wasser, Dampf und Pendel · Stopp 2 von 3
Exponat JT-0412 · Ebene 4
Dampfmaschine
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Wärme wird Bewegung — der Motor der Industrialisierung.
Die ersten brauchbaren Kolbendampfmaschinen baute Thomas Newcomen in England ab 1712. Sie förderten vor allem Grubenwasser aus Bergwerken. Dampf strömte in einen Zylinder und wurde durch eingespritztes Wasser gekühlt. Er kondensierte, und der äußere Luftdruck drückte den Kolben nach unten. Da der Zylinder jedes Mal abkühlte und neu erhitzt werden musste, brauchten diese Maschinen viel Kohle.
James Watt verlegte die Kühlung in einen getrennten, ständig kühlen Kondensator und erhielt dafür am 5. Januar 1769 ein Patent. Maschinen mit diesem Kondensator brauchten nur etwa ein Viertel bis ein Drittel der Kohle einer Newcomen-Maschine. Ein 1781 unter Watts Namen patentiertes Zahnradgetriebe wandelte das Auf und Ab des Kolbens in eine Drehbewegung um. Mit weiteren Neuerungen trieben Dampfmaschinen nun auch Fabriken an.
In Deutschland ging die erste Dampfmaschine Wattscher Bauart am 23. August 1785 bei Hettstedt in Betrieb. Sie hob Wasser aus einer Kupferschiefergrube. Gebaut hatte sie Carl Friedrich Bückling.
In Buckau, heute ein Stadtteil Magdeburgs, gründete Rudolf Wolf 1862 eine Maschinenfabrik. Sie baute vor allem Lokomobile. Bei diesen fahrbaren Dampfmaschinen waren Kessel und Maschine fest verbunden. In der Landwirtschaft trieben sie zum Beispiel Dreschmaschinen an. Wolfs erste Lokomobile von 1862 befindet sich heute im Deutschen Museum in München.
Zum Anhören
Hör das Zischen. Aus heißem Wasserdampf wird Bewegung — und aus Bewegung eine neue Welt voller Fabriken und Züge.
Themen
IndustrialisierungEnergieinteraktiv
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