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Exponat JT-0307 · Ebene 3

Druckerpresse nach Gutenberg

Der Buchdruck mit beweglichen Lettern veränderte, wie Wissen sich verbreitet.

Gutenberg entwickelte seine Presse um 1450 in Mainz. Vorbild waren vermutlich Wein- oder Papierpressen. Bei ihnen dreht sich der Tiegel, also die Pressplatte, mit der Spindel und hätte die Farbe verschmiert. Ein Zwischenstück, die Büchse, verhindert diese Drehung. Gutenbergs eigene Presse ist nicht erhalten. Nachbauten zeigen, wie gedruckt wurde: Der Satz wird mit Druckerballen eingefärbt, das Papier liegt in einem klappbaren Deckel. Ein kräftiger Zug am Pressbengel, einer Drehstange, senkt die Spindel und presst das Blatt gleichmäßig auf die Lettern.

Das eigentlich Neue war das Handgießinstrument. Damit ließen sich gleiche Buchstaben in großer Zahl gießen, vermutlich vor allem aus Blei, Zinn und Antimon. Dazu kam eine ölhaltige Farbe aus Ruß und Leinölfirnis, weil wasserbasierte Tinte auf Metall schlecht haftete.

Für die Gutenberg-Bibel wurden rund 290 verschiedene Zeichen gegossen. In etwa zwei Jahren entstanden ungefähr 180 Exemplare, erhalten sind 49. Bis 1500 folgten in Europa Zehntausende gedruckte Ausgaben. In Korea war allerdings schon 1377 ein Buch mit beweglichen Metalllettern gedruckt worden.

Bleistiftzeichnung einer hölzernen Druckerpresse nach Gutenberg: zwei Pfosten mit Spindel und Hebelstange, davor auf der Bank der Rahmen mit den Lettern und ein aufklappbarer Deckel für das Papier.

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Eine Bibel von Hand abzuschreiben dauerte oft mehr als ein Jahr. Gutenbergs Werkstatt druckte in etwa zwei Jahren rund hundertachtzig Stück. Das veränderte alles.

Zum Ansehen

Beschreibung des Films (ohne gesprochenen Text): Eine Bleistiftzeichnung wird lebendig. An einer hölzernen Presse mit Spindel und Hebelarm steht ein Drucker mit Hut und Schürze. Er drückt mit einem runden Lederballen Farbe auf die Lettern im Setzkasten, legt einen Bogen Papier in den aufgeklappten Rahmen, klappt ihn zu und zieht den Hebel — der Tiegel presst das Papier auf die Lettern. Dann klappt er den Rahmen auf und hebt vorsichtig die frisch bedruckte Seite ab.

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