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Exponat 1.7.E3 · Ebene 1
Archimedische Schraube
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Mit dieser Schraube läuft Wasser bergauf — vor über 2.000 Jahren erdacht.
Auf dem Grundriss zeigenEine Archimedische Schraube ist eine Welle mit schraubenförmig gewundenem Blatt, schräg gelagert in einem Rohr oder einer Rinne. Taucht das untere Ende ins Wasser und dreht sich die Schraube, schöpft jede Windung eine Portion Wasser. Zwischen den Windungen bleibt es liegen und wandert mit jeder Umdrehung höher, bis es oben ausläuft. Je steiler sie steht, desto weniger Wasser bringt sie.
Griechisch hieß sie kochlias, Schnecke. Der Geschichtsschreiber Diodor schrieb im 1. Jahrhundert v. Chr. die Erfindung Archimedes von Syrakus (um 287 bis 212 v. Chr.) zu. Bei ihm ist überliefert, dass man damit das Nildelta bewässerte und Wasser aus spanischen Silberbergwerken hob. Antike Bilder zeigen einen Menschen, der auf Trittleisten am Zylinder steht und die Schraube mit den Füßen dreht. Technikhistoriker wie John Peter Oleson halten Archimedes für den Erfinder. Andere meinen, er habe sie in Ägypten schon vorgefunden. Die Assyriologin Stephanie Dalley vermutet, dass man sie in Assyrien schon im 7. Jahrhundert v. Chr. kannte. Das ist umstritten. Nach demselben Prinzip heben Schneckenpumpen heute Abwasser in Kläranlagen.
Zum Anhören
Wasser läuft bergauf! Klingt unmöglich — aber dreh die Kurbel, und die Schraube trägt es nach oben. Vor mehr als zweitausend Jahren erdacht.
Zum Ansehen
Beschreibung des Films (ohne gesprochenen Text): Eine Bleistiftzeichnung wird lebendig. Am Ufer eines kleinen Bachs steht eine Archimedische Schraube: eine lange, schräg aufgestellte Holzrinne mit einem spiralförmigen Blatt um eine Welle, unten im Wasser, oben an einer hölzernen Rinne. Ein Mann mit Hut und hellem Hemd tritt heran und dreht die Kurbel am oberen Ende. Mit jeder Umdrehung wandert Wasser die Spirale hinauf und ergießt sich oben aus der Schraube in die Holzrinne — ein stetiger Strahl, der bergauf gefördert wurde.
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