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Highlights · Stopp 1 von 6

Exponat 1.26.E5 · Ebene 1

Foucaultsches Pendel

Ein Pendel, das die Drehung der Erde sichtbar macht.

Auf dem Grundriss zeigen

Léon Foucault erprobte seine Idee im Januar 1851 mit einem zwei Meter langen Pendel im Keller, danach in der Pariser Sternwarte mit elf Metern Draht. Im März folgte die große Vorführung im Panthéon. Eine mit Blei gefüllte Messingkugel von 28 Kilogramm schwang dort an einem 67 Meter langen Draht. Ein Stift an der Kugel hinterließ Spuren im Sand.

Eine schwere, kompakte Kugel wird von der Luftreibung weniger gebremst. Mit dem längeren Draht der Sternwarte schwang das Pendel langsamer und weiter aus, berichtete Foucault. So war die Abweichung leichter zu erkennen. Zum Start beschreibt er einen Kniff: Eine Fadenschlinge hält die Kugel an der Wand fest, bis sie ganz ruhig ist. Dann wird der Faden durchgebrannt, und sie schwingt ohne jeden Anstoß los.

An der Erddrehung zweifelten Fachleute damals nicht mehr. Das Pendel machte sie aber in einem Versuch für jeden sichtbar. Noch 1851 wurde der Versuch in vielen Städten Europas und der USA wiederholt. 1852 entwickelte Foucault ein weiteres Gerät für denselben Nachweis: das Gyroskop.

Zeichnungen

Bleistiftzeichnung des Foucaultschen Pendels: Eine Messingkugel mit Stahlspitze hängt über einer runden Platte, an deren Rand Messingstifte stehen. Beschriftete Detailskizzen zeigen Aufhängung und Spitze.

Zum Anhören

Sieh genau hin. Das Pendel schwingt immer gleich — aber der Boden dreht sich mit. Was du hier siehst, ist die Erde selbst.

Schau dem Pendel eine Weile zu. Es schwingt immer geradeaus, hin und her. Und doch zeigt seine Bahn nach einer Stunde in eine etwas andere Richtung. Das Pendel hat sich nicht gedreht. Der Boden unter ihm hat sich gedreht, und mit ihm die ganze Erde. Léon Foucault hat das 1851 in Paris vorgeführt. Wie schnell die Bahn wandert, hängt davon ab, wo das Pendel hängt. Am Nordpol schafft es eine volle Runde in knapp vierundzwanzig Stunden. Am Äquator wandert die Bahn gar nicht. Hier in Magdeburg dauert eine volle Drehung ungefähr dreißig Stunden.

Themen

PhysikAstronomieinteraktiv

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